Am Samstag kam es im Heinrich-Germer-Stadion zum ewig jungen Aufeinandertreffen zwischen dem MSV 90 Preussen und der U23 des 1. FC Magdeburg. Wie vor 2 Jahren, als sich beide Teams ebenfalls in der Verbandsliga gegenüber standen, kam es im Hinspiel bei den Sudenburgern keine Sieger. Nach Toren von Röhl und Weiß in nur 60 Sekunden nach der Pause, endete die Partie des 12. Spieltags 1:1 Unentschieden.
Die Partie startete mit wenig Höhepunkten und viel Mittelfeldgeplänkel. Die “Zwote” die mit Instenberg, Karagiannis, Köhne und Bicalho-Gomes aus dem Regionalligakader verstärkt wurde, übernahm nach und nach das Kommando und die Gastgeber lauerten auf Konter und trugen diese überfallartig vor. Nur zählbares wollte nicht dabei herausspringen. Auf der anderen Seite scheiterte Goalgetter Christopher Kalkutschke, der später die 5. gelbe Karte sah, nach herrlicher Hennecke-Vorarbeit, in aussichtsreicher Position, als er die gute Hereingabe aus Nahdistanz über den Kasten drosch. Als wenig später Matthias Deumelandt nach einer Ecke das Tor per Kopf um Haaresbreite verfehlte und Philipp Glage seitens der Hausherren nur den Innenpfosten traf, ging es torlos in die Kabinen.
Nach Wiederanpfiff, durch den oft überfordert wirkenden Referee, ging es schnell Schlag auf Schlag weiter. Göres konnte nicht am flanken gehindert werden und Steve Röhl köpfte in Torjägermanier perfekt und ohne Abwehrchance für Karagiannis zur überraschenden Führung für die Gastgeber ein (49´). Auf der Gegenseite hob Bicalho-Gomes einen Freistoß aus dem Halbfeld auf Christian Weiß und der Abwehrchef köpfte das runde Leder, zum Ausgleich, in die Maschen (50´). Nun spielten beide Mannschaften mit offenem Visier. Anfänglich drängte die Middendorf-Elf auf den Führungstreffer und hatte mit Deumelandt, nach einem Zuspiel des eingewechselten Marcel Brendel, die größte Chance, aber Sommermeyer konnte auf der Linie klären. Davon schienen die Hausherren noch mal geweckt wurden zu sein und übernahm in der Schlußviertelstunde wieder mehr und mehr das Kommando. Die größte Möglichkeit um doch noch einen Heimsieg feiern zu können, vergab dabei der sehr agile Nils-Oliver Göres, als er eine Glage Flanke freistehend über das Gehäuse köpfte. So endete die Partie mit einer fairen und gerechten Punkteteilung.
“Wenn man die gesamten 90 Minuten nimmt, haben wir ein sehr temporeiches, intensives und faires Spiel gesehen, was in meinen Augen ein gerechtes Ergebnis hat. Leider haben wir aus unseren Drangphasen zuwenig herausgeholt, dann aber eine Superantwort auf den Rückstand gegeben und in der Endphase sicherlich auch Glück gehabt. Alles in Allem bin ich mit der Einstellung meiner Mannschaft sehr zufrieden, im Zusammenspiel haben wir aber noch Reserven” analysierte Mario Middendorf nach der Partie.
U23: Karagiannis – Hennecke, Schock, Weiß, Bartsch – Georgi, Instenberg, Köhne, Deumelandt – Bicalho-Gomes (69´Brendel), Kalkutschke

